Zum Zahlbegriff

Zahlbegriff1

 

 

 

Der Artikel wendet sich gegen die einseitigen, extremen Richtungen, die wie etwa Frege den Zahlbegriff rein logisch begründen wollen oder die wie Mill, die den Zahlbegriff empiristisch herleiten oder andere, die einen rein psychologischen Ansatz vertreten wie Hume. Auch Kant wird mit seiner Theorie des synthetisch apriorischen Charakters der Zahlen bzw. der Zahlgesetze diesem Begriff nicht gerecht.

Der Zahlbegriff beruht auf primären Begriffen, die aber in sozialer, logischer und empirischer und psychologischer Beziehung nur verständlich sind. Außerdem ist der Begriff der natürlichen Zahlen nicht homogen, sondern beruht auf einer Synthese verschiedener Verfahren.

Ähnliche Fehler kann man in der Junktorenlogik feststellen, die alle Junktoren gleichrangig in den Wahrheitsfunktionen definiert und damit eine falsche Analyse des Oder-Junktors liefert, was eine der Ursachen für die generelle Leugnung des freien Willens ist und bereits schreckliche Konsequenzen in der juristischen Diskussion zeitigt.

Oder im Hebelgesetz, das nicht in seiner Genese verstanden wird, die im Grenzwert einer verschränkten Folge zum Stillstand kommt und damit mathematisch analysierbar wird. Damit ist die Hypothese diskutabel, ob dieses Gesetz nicht eher ein ultra schneller Einschwingprozess ist, ähnlich den scheinbar stabilen chemischen Reaktionsgleichungen.

Und schließlich scheint mir auch die Schwierigkeit des Verständnisses der quantenmechanischen Verschränkung zum Teil einem monistischen Raumbegriff geschuldet zu sein, der die Entwicklung seiner Vielschichtigkeit ausblendet. Denn für ein verschränktes Duplet (etwa zwei Photonen) ist der Raum ein zeitlich ursprünglicher als unser normaler (fast) kontinuierlicher Raum, der eine späte Entwicklung ist.

 

Kausalitätsformen

Kausalitätsformen

 

Es wird versucht, im Zusammenhang der Interpretation der Ethik von Spinoza, den Kausalitätsbegriff zunächst in drei Arten zu zerlegen, in den logischen, den natürlichen und den psychologischen. Keine dieser drei Arten liefert eine strenge Kausalität, sodass die These von Spinoza, der die strenge Kausalität in Natur und Denken vertrat, falsch ist, die das Dogma der Illusion des freien Willens zur Konsequenz hatte.

Musik

Musik ist die höchste der Künste. Sie ist die Anwesenheit des Abwesenden, sie weist nicht nur auf es hin wie die anderen Künste. Sie ist jenseits des Gottes.

Sie schafft in uns das Wissen um das Unbegreifliche, doch Wesentlichste. Das Geheimnis, das sowohl eine unbegrenzte Angst als auch das Schönste und Schrecklichste in uns zum Schwingen bringt.

Was wir nicht sehen können, fühlen wir durch sie. Ist sie die Verwirklichung in uns des für uns unsichtbaren Lebens des Lichts? Die Philosophie kann nicht ausdrücken, was die Musik erzeugt.

Bemerkungen zur Ideenlehre

 

 

Bemerkung zur Ideenlehre

Tatsächlich ist die Idee oder der Begriff ein eigenes Reich gegenüber der gewöhnlichen Realität, wie Platon meinte. Nur ist der Grund ein anderer. Der Begriff ist ein vom Menschen gesetzter und damit eine Abstraktion der Realität. Genauer gesehen ist aber Realität selbst schon der Begriff. So wie Folge und Grenzwert sich zueinander verhalten, verhält sich Empfindung, Realität einerseits und Begriff andrerseits zueinander. Der Begriff ist der Folge der Empfindungen gegenüber (im Allgemeinen) transzendent. Es bedarf keiner Vermittlung. Es ist der Wechsel von passiver Verarbeitung und akiver Setzung.

Ein Anderes ist die Frage, wie aus dem Einen das Viele entsteht. Emanation erklärt nichts, wie die Neuplatoniker meinen. Auch eine überzeitliche mathematikanaloge Teilhabe à la Spinoza nicht. Im Einen muss bereits die Differenz enthalten sein, wie Hegel richtig bemerkte.

Die Freiheit der Natur

 

 

Über die Freiheit der Natur

 

Wer die Freiheit der Natur bestreitet, verneint letztlich auch die Freiheit des Menschen (Spinoza). Wer die menschliche Freiheit retten will, ist gezwungen, ein eigenes Reich (das der Moral, Kant) aufzubauen, gesetzt die irrige Meinung, die Natur wäre deterministisch. Die Aufklärung (Galilei, Newton, …)  hat das Kind mit dem Bad ausgeschüttet. Eine Folge der falschen Emanzipation aus der ebenso falschen Herrschaft der Theologie.

Ist die Seele unsterblich?

Die Unsterblichkeit der Seele

Physikalisch betrachtet kann eine Seele den Tod überleben, eine andere nicht. Es kommt auf die Struktur der Seele an. So gesehen hat Sokrates recht mit seiner Forderung, sich um seine Seele zu kümmern und das Leben von Jesus von Nazareth kann ihr dazu verhelfen, wasjedoch nur eine hinreichende aber keine notwendige Bedingung ist.

Und wenn sie überlebt, so kann sie sich inkarnieren oder auch nicht, je nach ihrer Ausformung und ihrem Bedürfnis.

Endet aber das Universum, so endet auch die Seele als Teil des Universums. Unter dieser Bedingung ist auch ein Gott sterblich.

Freude

 

Hab‘ viel und nichts gelesen

Als wär‘ mein Sinn entrückt

Wer bist Du nur gewesen

Dass Du mein Herz entzückt

Morgenlied

 

 

Hatt‘ eben noch Chloris besungen

Mit deiner alten Melodie

Schon morgens mit dem Tod gerungen

Ob ihr die Seele nicht entflieh.

 

Nachtdenken

Surya erwärmt den Schattenstein

Dein Licht mein trauernd‘ Herz

Gewähr‘ mir einen Blütenschein

Zu lindern mein‘ dunklen Schmerz