Bemerkungen zur Ideenlehre

 

 

Bemerkung zur Ideenlehre

Tatsächlich ist die Idee oder der Begriff ein eigenes Reich gegenüber der gewöhnlichen Realität, wie Platon meinte. Nur ist der Grund ein anderer. Der Begriff ist ein vom Menschen gesetzter und damit eine Abstraktion der Realität. Genauer gesehen ist aber Realität selbst schon der Begriff. So wie Folge und Grenzwert sich zueinander verhalten, verhält sich Empfindung, Realität einerseits und Begriff andrerseits zueinander. Der Begriff ist der Folge der Empfindungen gegenüber (im Allgemeinen) transzendent. Es bedarf keiner Vermittlung. Es ist der Wechsel von passiver Verarbeitung und akiver Setzung.

Ein Anderes ist die Frage, wie aus dem Einen das Viele entsteht. Emanation erklärt nichts, wie die Neuplatoniker meinen. Auch eine überzeitliche mathematikanaloge Teilhabe à la Spinoza nicht. Im Einen muss bereits die Differenz enthalten sein, wie Hegel richtig bemerkte.

Die Freiheit der Natur

 

 

Über die Freiheit der Natur

 

Wer die Freiheit der Natur bestreitet, verneint letztlich auch die Freiheit des Menschen (Spinoza). Wer die menschliche Freiheit retten will, ist gezwungen, ein eigenes Reich (das der Moral, Kant) aufzubauen, gesetzt die irrige Meinung, die Natur wäre deterministisch. Die Aufklärung (Galilei, Newton, …)  hat das Kind mit dem Bad ausgeschüttet. Eine Folge der falschen Emanzipation aus der ebenso falschen Herrschaft der Theologie.

Ist die Seele unsterblich?

Die Unsterblichkeit der Seele

Physikalisch betrachtet kann eine Seele den Tod überleben, eine andere nicht. Es kommt auf die Struktur der Seele an. So gesehen hat Sokrates recht mit seiner Forderung, sich um seine Seele zu kümmern und das Leben von Jesus von Nazareth kann ihr dazu verhelfen, wasjedoch nur eine hinreichende aber keine notwendige Bedingung ist.

Und wenn sie überlebt, so kann sie sich inkarnieren oder auch nicht, je nach ihrer Ausformung und ihrem Bedürfnis.

Endet aber das Universum, so endet auch die Seele als Teil des Universums. Unter dieser Bedingung ist auch ein Gott sterblich.

Freude

 

Hab‘ viel und nichts gelesen

Als wär‘ mein Sinn entrückt

Wer bist Du nur gewesen

Dass Du mein Herz entzückt

Morgenlied

 

 

Hatt‘ eben noch Chloris besungen

Mit deiner alten Melodie

Schon morgens mit dem Tod gerungen

Ob ihr die Seele nicht entflieh.

 

Nachtdenken

Surya erwärmt den Schattenstein

Dein Licht mein trauernd‘ Herz

Gewähr‘ mir einen Blütenschein

Zu lindern mein‘ dunklen Schmerz

 

Andenken

Das Schöne scheint

Ins Unsichtbare

Zeuge des Lichts

Verwandelt in Liebe

das ewige Nichts

Sprache

Sprache

 

Gibt es Zeichen, die nicht täuschen?  Zeichen, die es nicht erlauben, falsch interpretiert zu werden, da sie nicht interpretiert werden müssen und auch nicht können. Zeichen, die kein Zweifel zulassen, weil ihre Trennung vom Bezeichneten nicht existiert.
Die eine übergeordnete Einheit bilden und doch einen Unterschied zulassen, der das Zeichen ermöglicht. Ohne mögliche Zweideutigkeit.
Es ist ein Ganzes, das gerade zerbricht.

Woher kommt die Masse?

Masse

 

Kann man Masse ohne Masse bauen? So fragte Wheeler, wie Frank Wilczek berichtet. Ja. Wenn man bedenkt, dass Materie aus Photonen aufgebaut ist und diese die inhärente Tendenz haben, sich zu versammeln und miteinander zu interagieren, was noch nicht der mainstream der etablierten Physik glaubt. Doch wer glaubt, Licht verstanden zu haben, ist weit von jeder Erkenntnis entfernt, bemerkte Einstein. Schwere Masse ist nach ihm aber gleichbedeutend mit träger Masse. Was  dieser Ansicht der photonenerzeugten Masse keine Schwierigkeiten bereitet. Da Photonen massefrei sind, andrerseits aber mit der Materie aber Masse erzeugen, ist die Wheelersche Frage positiv zu beantworten.

Nicht nur das, ebenso kann man fragen, ist es möglich Ladung ohne Ladung zu erzeugen? Auch diese Frage erhält ihre positive Antwort in der Photonentheorie. Der Spin eines Photons erzeugt beim Photon keine Ladung, Photonen sind ladungsfrei. Und doch erzeugt er die Ladung eines Elektrons und eines Positrons. Und macht auch den Zusammenhang von magnetischem und elektrischen Feld einer elektromagnetischen Welle verständlich. Das magnetische Feld ist der Wechsel des elektrischen Feldes, indem die im elektrischen Feld gleichgerichteten Spins sich gerade umorientieren. Der Magentismus erzeugt kein elektrisches Feld, sondern das Vorzeichen des elektrischen Feldes ist das Resultat der homogen entstandenen Ausrichtung der Spins.

Das sind nur Beispiele eines allgemeinen Prinzips: So entsteht Realität aus der Virtulität oder anders formuliert, sind sie die Pole einer gemeinsamen Struktur. So ist es mit Sollen und Wollen, mit Integral und Differenzial, mit matrialer und tekialer Struktur…

Veröffentlicht unter Physik